B2Brouter: E-Rechnungen international versenden und Self-Billing abbilden
Mit B2Brouter meistern Unternehmen die internationale Rechnungsstellung und Self-Billing wie das deutsche Gutschriftverfahren nach § 14 UStG. Für die Plattform sind E-Rechnungen mehr als eine Frage des Formats: Entscheidend ist die Infrastruktur, über die Unternehmen ihre Rechnungen austauschen.
Ob ZUGFeRD oder XRechnung, das spanische Facturae oder das französische Factur-X – B2Brouter bedient alle gängigen Standards, die Unternehmen im Zuge der europäischen Norm EN 16931 verwenden. Darüber hinaus unterstützt die Plattform auch internationale Formate. „Es macht einen Unterschied, ob ich eine Rechnung innerhalb eines Landes, innerhalb Europas oder grenzüberschreitend beispielsweise in die Vereinigten Arabischen Emirate oder nach Singapur stelle“, sagt Ansgar Mondorf, Business Development bei B2Brouter. „Je nach Land und Anwendungsfall – zum Beispiel landesintern oder grenzüberschreitend – gelten unterschiedliche Steuerregelungen, Rechnungsformate und regulatorische Vorgaben. Unsere Plattform berücksichtigt die jeweils gültigen Formate sowie die entsprechenden regulatorischen Anforderungen. Für den internationalen Austausch unterstützt sie dabei auch Peppol PINT.“
Internationale Rechnungsstellung: mit Peppol PINT leicht gemacht
Peppol ist ein Netzwerk, über welches Unternehmen elektronische Geschäftsdokumente austauschen. So auch Rechnungen. Welche Angaben eine Rechnung enthält und welche Regeln sie erfüllen muss, legen Spezifikationen fest. Für Rechnungen im europäischen Peppol-Verkehr ist Peppol BIS Billing 3.0 maßgeblich. Es baut auf der europäischen Norm EN 16931 auf. Dabei berücksichtigt es Anforderungen des europäischen Umsatzsteuerrechts.
„Peppol International Invoice“, kurz Peppol PINT, erweitert diesen Ansatz für den internationalen Rechnungsaustausch. Dabei definiert PINT ein gemeinsames Rechnungsmodell mit einheitlichen Angaben; etwa zu Geschäftspartnern, Positionen und Beträgen. Zugleich lässt es Raum für länderspezifische Erweiterungen und Prüfregeln. So berücksichtigt es die jeweiligen steuerlichen und regulatorischen Anforderungen unterschiedlicher Länder. Das umfasst beispielsweise Informationen zu Mehrwert-, Waren- und Dienstleistungs- oder Verbrauchsteuern. Für Unternehmen bedeutet das: Sie können ihre Rechnungen international über Peppol austauschen, wobei Peppol PINT die jeweils geltenden länderspezifischen Anforderungen über die entsprechende PINT-Spezifikation und deren Regeln einbezieht.
Um internationale Rechnungen versenden zu können, nutzt B2Brouter Peppol PINT und erweitert die elektronischen Invoices um landesspezifische Komponenten wie Steuercodes. Anhand des jeweiligen Ländercodes von Rechnungssender und Rechnungsempfänger gleicht die Plattform die Rechnungsfelder ab und wendet die passenden nationalen Regelwerke an.
„B2Brouter macht es Unternehmen leicht, E-Rechnungen aufzusetzen. Ganz gleich, ob es sich um eine innereuropäische oder internationale Rechnungsstellung handelt. Dabei lässt sich B2Brouter auf verschiedene Weisen bedienen: von der reinen Plattformnutzung über vollständige ERP-Integration mit Systemen wie Business Central bis hin zu mandantenfähigen White-Label-Lösungen für SaaS-Anbieter.“
Ansgar Mondorf, Business Development bei B2Brouter
Peppol: So funktioniert das 4-Corner-Modell
Vier Beteiligte wirken beim Rechnungsaustausch zusammen: der Sender, sein Peppol-Dienstleister (beispielsweise B2Brouter), der Peppol-Dienstleister des Empfängers und der Empfänger. Die beiden Dienstleister verbinden die Unternehmen über ihre Access Points mit dem Peppol-Netzwerk. Der Sender übergibt seine E-Rechnung an seinen Access Point. Dieser leitet sie an den Access Point des Empfängers weiter, der sie zustellt. Der Rechnungssender erhält eine technische Rückmeldung und kann nachvollziehen, ob die Übermittlung erfolgreich war oder ob ein Fehler aufgetreten ist.
B2Brouter legt Wert auf gründliche Validierung elektronischer Rechnungen
Noch diskutieren viele Unternehmen darüber, welches Format sie bevorzugen. „Doch E-Invoicing ist eigentlich ein Infrastrukturthema“, sagt Ansgar Mondorf. Zwar lege man Formate fest, die wesentlicheren Fragen lauten aber: Wie versende ich eine E-Rechnung? Wie verschlüssele ich sie? Und wie stelle ich die Validierung der elektronischen Rechnung sicher? „Aktuell lässt der Gesetzgeber Nutzer noch im Unklaren“, so Ansgar Mondorf. „Doch spätestens dann, wenn Deutschland das elektronische Echtzeit-Reporting für die Umsatzsteuer einführt, braucht es eine zuverlässige Infrastruktur dafür. Es ist zu erwarten, dass die Finanzbehörden dafür nicht auf E-Mails setzen werden, sondern auf eine strukturierte und etablierte Infrastruktur. Ein Blick auf andere Länder wie Frankreich zeigt, dass Peppol dabei eine zentrale Rolle übernehmen kann.“ Bis 2030 soll die digitale Meldepflicht („Digital Reporting Requirements“, DRR) die zusammenfassende Meldung EU-weit ablösen. Dazu haben sich alle Mitgliedsstaaten verpflichtet.
Die Validierung elektronischer Rechnungen genießt bei B2Brouter Priorität: Auf der Webseite des Plattformanbieters können Menschen den Validator nutzen und jedes E-Rechnungsformat kostenlos testen. „Natürlich steckt das Produkt auch in unserer Plattform drin“, sagt Ansgar Mondorf. „B2Brouter schickt keine Rechnung raus, die ungültig ist.“ Darüber hinaus gibt es eine Schnittstelle, über die Unternehmen das Prüfprogramm aufrufen und E-Rechnungen beispielsweise im ERP-System kontrollieren können.
Self-Billing mit B2Brouter: Wenn der Käufer die Rechnung erstellt
B2Brouter unterstützt auch Self-Billing. Dabei stellt der Leistungsempfänger die Rechnung für eine erhaltene Lieferung oder Leistung aus. In Deutschland heißt diese Form der Abrechnung auch „Selbstfakturierung“, „Gutschriftverfahren“ oder „Gutschrift“ nach § 14 UStG und setzt eine vorherige Vereinbarung zwischen den Beteiligten voraus. Gemeint ist eine Rechnung, die der Käufer erstellt. Keine nachträgliche Rechnungskorrektur.
Ein Anwendungsfall im Fruchthandel ist die Erzeugerabrechnung: Ein Fruchtgroßhändler nimmt Obst oder Gemüse von einem Erzeuger ab und stellt auf Grundlage der erfassten Liefer- und Abrechnungsdaten die Gutschrift für ihn. Dadurch kann die Abrechnung auf Basis von Menge, Qualität und Preis erfolgen. Mit B2Brouter lässt sich dieses Dokument als Self-Billing-Rechnung abbilden und austauschen.
Über B2Brouter
B2Brouter ist eine Plattform für den elektronischen Austausch von Rechnungen und anderen Geschäftsdokumenten. Unternehmen können damit E-Rechnungen in unterschiedlichen Formaten erstellen, prüfen, versenden und empfangen. Als akkreditierter Access Point verbindet B2Brouter sie mit Geschäftspartnern im Peppol-Netzwerk.
B2Brouter engagiert sich zudem in unterschiedlichen Peppol-Arbeitsgruppen. Dahinter steht eine klare Überzeugung: Offene Standards sollen Unternehmen den Austausch über System- und Ländergrenzen hinweg ermöglichen.
Ihr Ansprechpartner zur E-Rechnungsplattform B2Brouter
Marco Weishaupt
Partner Manager & Inside Sales Manager
Gemeinsam mit unserem Beraterteam unterstützt Marco Weishaupt Sie bei Ihren ERP-Projekten mit Microsoft Dynamics 365 Business Central. Business Central ist eine umfassende ERP-Software mit Funktionalitäten für alle Unternehmensbereiche.